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- Hinweise zum Entschlüsseln der Inhaltsangaben von Katzenfutter - | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Maßgebend für die tatsächlichen Inhaltsstoffe ist nicht der Prospekt über das Katzenfutter, sondern die Angaben unter dem Begriff "Zusammensetzungen" auf der Verpackung des Katzenfutters. Oftmals sind hier schon recht drastische Unterschiede zu beobachten. Auf einem Lamm-Reis-Menü werden dann auf der Verpackung Aussagen wie "...enthält mindestens 4% Lamm..." angegeben. Woraus mag in solchen Fällen der Rest bestehen? Über den im Futter befindlichen Anteil des jeweiligen Futters gibt die Verpackungsbeschriftung Aufschluss. Die futtermittelrechtlichen Deklarationsbestimmungen schreiben vor, dass bei der Zusammensetzung die Zutatennennung in absteigender Reihenfolge vorzunehmen ist. Das heißt, an erster Stelle der Liste hat die Zutat zu stehen, die prozentual am meisten vertreten ist und so weiter. Das folgende Beispiel soll zeigen, wie hier das Auge des Verbrauchers getäuscht werden kann: Ein Futter hat eine Zutatenliste, die wie folgt beginnt: "Geflügelfleischmehl, Maismehl, Mais, Maisspindelfasern..." Auf den ersten Blick mag der Käufer denken, dass das Futter als Hauptbestandteil Geflügelfleisch enthält. Dies ist jedoch ein Irrtum! Der Mais wurde hier in 3 verschiedene Bestandteile aufgespalten. So stehen an 2. bis 4. Stelle nur Maisprodukte. Mais bleibt aber nun mal Mais. Das heißt, dieses Futter beteht zu seinem überwiegenden Teil nur aus billigem Futtermais. Dies mit Blättern, Stengel und dem ganzen Kolben. Haben Sie Ihre Katze schon beobachtet, dass sie Maiskolben knabbert? Wie hoch ist der Wert eines solchen Futters, das dieser Beschreibung nahe kommt? Rechnen Sie selbst! In vielen Trockenfuttersorten ist ein Getreideanteil von 70 - 80% zu verzeichnen. 100 kg Futtermais oder Weizen kosten ca. 10,-- . Bei einem Anteil von 70% Getreide ist dies ein Wert von ca. 0,50 in einem 7 kg Sack. Der gesamte Inhalt eines solchen Futters hat einen geschätzten Rohmaterialwert von höchstens 3,-- . Dies sind aber noch nicht alle Tücken, die bei der Entschlüsselung der Etiketten zu beachten sind. Hier noch einige Beispiele, auf die Sie bei Trockenfutter stoßen können. In Klammern die Bezeichnung in den USA, die teilweise klarer zu verstehen ist: Lamm - (Lamb-By-Products): dies heißt nicht Lammfleisch, sondern Nebenprodukte = Schlachtabfälle im nicht getrockneten Zustand. In Deutschland muss nicht "Nebenprodukte" stehen! Lammfleisch - (Lamb in den USA): Ist Fleisch, aber gewogen vor dem Trocknen. Hier kommt der Trick! Im frischen Zustand ist es natürlich so schwer, das es auf Platz 1 der Zutatenliste landet. Da das Fleisch aber 70% Wasser und Fett enthält, nun aber das Wasser entzogen wird und das Lammfleisch zu Lammfleischmehl verarbeitet wird, hat es nur noch 30% seines Gewichtes. So kann es vom 1. Platz der Inhaltsstoffe zum 4., 5. oder 10. Platz abrutschen. Lammfleischmehl - (Lamb Meal): Das Fleisch nach dem Trocknen. Sinkt in der Inhaltsangabe also nicht nach unten, weil es so verwendet wird wie es ist. Lammmehl - (Lamb By-Product-Meal): Getrocknete Nebenprodukte. Kein Fleisch! Manche Übersetzungen amerikanischer Inhaltsangaben sind von den Deutschen Importeuren recht großzügig gedeutet. Vergleichen Sie, wenn Sie die Möglichkeit haben! Dosennahrung Sicherlich hat jeder von Ihnen schon diverse Marken im Fachhandel oder im Supermarkt gekauft. Um Ihrer Katze angeblich Abwechslung zu bieten, ist eine schier unüberschaubare Vielfalt vorhanden. Die Werbung verspricht viel: "...mit Lamm, ...mit Huhn, ...mit Kabeljau, ...mit Lachs und Thunfisch". Nur vom Feinsten denkt man, wird jedoch bereits beim Blick auf die oft nur mit der Lupe zu entziffernden Zutatenlisten enttäuscht. Denn hier entdeckt man eine der Lieblilngsformulierungen vieler Tierfutterhersteller: "...enthält mindestens 4% Lamm..."ist auf der angeblichen Lammmahlzeit zu lesen. Sollten Sie jetzt der Meinung sein wenigstens 4% Lammfleisch zu erhalten, irren Sie auch hier! Es besagt eigentlich nur, das von 100% Inhalt 4% vom Lamm sind. Das kann zwar Lammfleisch sein, aber auch Lammdärme, Lammhirn oder Lammmuskelgewebe. Letzteres ist wegen des höheren Gewinns wahrscheinlicher. Über die übrigen 96% gibt es nur dürftige Angaben. Weder ob Fleisch verwendet wird, noch von welchem Tier die Produkte stammen. Diese Dose kann also 96% Schlachtabfall vom Rind oder Schwein enthalten. Wer z.B. aus Angst vor BSE Rindfleisch vermeiden will, fährt bei einer "Lammdose" nicht besser als bei einer "Rinddose". Mit der von Ihnen gewünschten Abwechslung im Speiseplan Ihrer Katze ist es nicht weit her, denn alle Dosen unterscheiden sich nur in der "Geschmackskomponente", die 4% des Doseninhalts ausmacht. Man sollte daran zweifeln, dass die Katzen dies überhaupt herausschmecken können. Für die Hersteller entsteht noch ein weiterer Vorteil. Eine "4% Lammdose" kann heute 96% Schweine-, morgen jedoch 96% Rinderschlachtabfälle enthalten. So kann immer das verwertet werden, was der Markt gerade billig anbietet. Sicherlich wundern Sie sich jetzt nicht mehr, warum die gleiche Sorte einmal von Ihrer Katze angenommen wird, das andere Mal aber nicht. Das Fazit an dieser Stelle sollte heißen: Prüfen Sie doch einmal die Inhaltsstoffe und den Fleischanteil Ihres derzeitigen Futters und vergleichen Sie selbst die handelsüblichen Trocken- oder Dosenfutter, denn ein qualitativ hochwertiges Katzenfutter ist nicht unbedingt teurer! Beachten Sie bitte auch genau die Anwendungsempfehlungen der jeweiligen Katzenfutterhersteller! | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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