- Derzeitiger Stand der PKD Recherchen und deren Erörterung -
(Stand: September 2001)

Während "Katzen-Extra" von der Renaissance der Perser spricht, haben die Vereine große Mühe auf ihren Ausstellungen noch eine "Best in Show" Langhaar präsentieren zu können.
Medien, Vereine, Tierärzte und Züchter weltweit haben durch die PKD-Hysterie diese Rasse auf ein Minimum reduziert, z.B. wurden in den Staaten beim CFA in einem Jahr 5132 Perser weniger registriert als im Jahr
zuvor.
Deutsche Züchter preisen ihre Kitten mit der Falschaussage "PKD-frei" an, obgleich lediglich ein Attest über Zystenfreiheit der Elterntiere, welches teilweise schon älter als 1 Jahr ist, vorliegt.
Die Sonographen in Deutschland wissen inzwischen zu berichten, dass neben der autosomal dominanten Form der PKD auch ein rezessiver Erbgang vorliegt.
Dieser ist logischerweise seltener sichtbar, da kaum ein Züchter bereit ist, seine Nachzucht bis mindestens 10 Monate lang zu behalten, um sie dann ordnungsgemäß in der F 1, F 2 etc. Generation nachschallen zu lassen, sondern jeder glaubt, über die Elterntiere eine PKD-freie Zucht zu haben.
Hinzu kommt, dass weder die Tierärzte noch Züchter wissen, ob zystenfreie Tiere immer zystenfrei bleiben und zu welchem Zeitpunkt die Zysten auftreten.
Völlig fehlen tut uns bis dato eine Differenzialdiagnose, da Zysten der Grund vieler Genese sein können.
Prof. Dr. Biller USA weist öffentlich darauf hin, daß es sich beim Befund einer einzelnen Zyste an einer Niere nicht um eine PKD handelt, um eine PKD diagnostizieren zu können, müssen beide Nieren multiple Zysten aufweisen.
In Deutschland wird bei einem Monozystenbefund kastriert, ja sogar euthanasiert.
Auch weist Prof. Dr. Biller noch einmal darauf hin, daß PKD-positive Tiere eine 50 %ige Chance (Mendelsche Gesetze) auf PKD-negativen Nachwuchs haben und deshalb die Zuchtentscheidung stets beim Züchter, niemals beim Tierarzt oder dem zertifizierten Sonographen liegt.
Er bringt auch zum Ausdruck, daß eine Zertifizierung zum Erkennen von Nierenzysten nicht erforderlich ist. Jeder Veterinär mit einer guten Ausrüstung und gutem Training am Ultraschallgerät kann diese Untersuchung ausführen.
Probleme bei Nierenzysten treten zwischen dem 5. Lebensmonat bis zum Alter von 15-20 Jahren auf.
Es gibt Tiere, die trotz ihrer Nierenzysten ihr ganzes Leben beschwerdefrei bleiben.......
Prof. Dr. Biller hat zwischenzeitlich begonnen 15 verschiedene Nichtperserrassen zu schallen und auch dort wurden Zysten diagnostiziert.
An der Universität in Davis Californien wird derzeit geforscht, ob auch bei den Katzen, genau wie bei uns Menschen, die PKD auf beiden Genen, nämlich dem autosomal dominanten und dem rezessiven Gen lokalisiert ist.

Resümee der PKD:
Eine zur Zeit nicht wissenschaftlich erforschte Krankheit weltweit, die wohl kaum gesetzlich in nächster Zeit geregelt werden kann.


Dies ist eine Ausarbeitung der
AG-Katze - vertreten durch Angelika Mayer und Erika Norder
und des
RVDE e.V. - D. Gremmel (verstorben am 11.06.2002) / Präsident und
WACC - D. Gremmel (verstorben am 11.06.2002) / Vizepräsident

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